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Zahlreiche Anlageformen wie Aktien, Investmentfonds, Immobilienfonds oder Anleihen bestimmen den Finanzmarkt in Deutschland. Eine ganz besondere Form der Geldanlage in Form von Beteiligungen stellen sogenannte geschlossene Fonds dar. Hierbei handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft, die gegründet wird, um mit dieser Art der Anleihen für die Finanzierung eines bestimmten Projekts fremde Gelder zu sammeln. Dafür gibt die entsprechende Gesellschaft Anteile an diesem geschlossenen Fonds aus, die von interessierten Anlegern erworben werden können. Ähnlich wie bei anderen Anleihen investieren die Interessenten ihr Geld in das Projekt und die herausgebende Gesellschaft profitiert von Fremdgeldern, ohne ein Darlehen aufnehmen zu müssen. Als Gegenleistung profitiert man unter den Anlegern durch eine Beteiligung an der Rendite dieser Geldanlage. Im Folgenden werden wichtige Informationen rund um diese attraktive Anlageform in detaillierter Form aufgeführt.

Geschlossene Fonds – welche Bedeutung hat dieser Begriff?

Der Begriff Geschlossene Fonds bedeutet im Zusammenhang mit dieser Geldanlage begrenzte Fonds und das kann sowohl zeitlich als auch von der Menge her gemeint sein. So wird die Bezeichnung häufig mit der Tatsache in Verbindung gebracht, dass die Gesellschaft von Anfang an nur eine bestimmte Zahl an Anteilen herausgibt, was sicher damit zusammenhängt, dass bei gut geplanten und vorbereiteten Vorhaben feststeht, wie viel Geld auf diese Art und Weise gesammelt werden muss. Der wahre Grund für die Bezeichnung geschlossen kommt allerdings aus der zeitlichen Betrachtung. Denn unabhängig davon, ob sämtliche Anteile der Fonds verkauft werden oder nicht, benötigt die Gesellschaft das Kapital zu einem festen Zeitpunkt. Deshalb kann das Geld von interessierten Anlegern nur über einen festgelegten Zeitraum in geschlossene Fonds investiert werden. Die offenen Investmentfonds stehen Anlegern dagegen immer zum Kauf und Verkauf zur Verfügung und das auch mit einer vollkommen unbegrenzten Zahl an Anteilen von den entsprechenden Fonds.

Geschlossene Fonds – Der Ertrag als Entscheidungskriterium

Eine Geldanlage würde ihren Namen nicht verdienen, wenn für den Anleger auch ein gewisser Ertrag zu erwarten ist. Die Rendite bei einer geschlossenen Fondsanlage kann grob mit der Differenz zwischen der Summe der entstandenen Ausgaben, wie zum Beispiel die Investitionskosten oder auch die laufenden Kosten, und den Einnahmen aus dem Investitionsprojekt beziffert werden. Die Höhe des Ertrags ist von Projekt zu Projekt selbstverständlich unterschiedlich, aber insgesamt kann bei der Betrachtung aller geschlossenen Fondsanlagen mit einer durchschnittlichen Rendite zwischen sieben und acht Prozent gerechnet werden. Genauso unterschiedlich wie die Höhe des Ertrags sind auch die Formen und Zeiten der Gewinnausschüttungen. Viele der Gesellschaften belegen ihre Anlage mit einer jährlichen Ausschüttung an die Anleger, die manchmal auch um Erlöse aus Verkaufsgeschäften oder zusätzlichen Ausschüttungen infolge einer Wertsteigerung ergänzt werden. Geschlossene Immobilienfonds beinhalten ähnlich den Anleihen oft eine von vornherein festgelegte pauschale jährliche Ausschüttung, welche aus den entsprechend verbuchten Mieteinnahmen gezahlt wird. Läuft ein Immobilienfonds mit dem Verkauf der Immobilien aus, werden die Anleger des Fonds zusätzlich am Verkaufserlös des oder der Gebäude beteiligt. Auf den Betrieb von Geschäften, wie zum Beispiel Hotels oder Kinos, gerichtete geschlossene Fonds bieten keine festgelegte Ausschüttung an. Hier wird der jährliche Auszahlungsbetrag abhängig gemacht von den jeweils jährlichen Einnahmen, die sich beispielsweise durch die Besucherzahlen beziffern lassen.

Geschlossene Fonds – Die Vorteile auf einen Blick

Die eben erwähnte hohe Rendite solcher geschlossener Anleihen, Beteiligungen oder Immobilienfonds ist für den Anleger ohne Frage ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Geldanlagen, wie zum Beispiel offenen Investmentfonds oder Aktien, die selbst im Dax an der Börse immer zu großen Schwankungen unterliegen. Durchschnittlich zwischen 7 und 8 Prozent und teilweise sogar Renditen im zweistelligen Bereich bilden einen sehr viel höheren Ertrag, als es bei herkömmlichen Spareinlagen möglich ist. Aktien an der Börse (auch Dax Werte) mit eventuell ähnlich möglichen Gewinnen weisen ein hohes Kursrisiko auf, weshalb auch in diesem Vergleich die geschlossenen Fondsanlagen die Nase im Gegensatz zu den Aktien vorne haben. Die häufig erfolgenden regelmäßigen Ausschüttungen dieser Beteiligungen und Immobilienfonds als fest planbarer Ertrag bilden einen weiteren großen Vorteil wie auch die Tatsache, dass die Entwicklung der Geldanlage in die geplanten und umgesetzten Projekte vollkommen unabhängig von einem meist doch ungewissen Geschehen an der Börse läuft. Börse, Aktien, Dax stehen doch derzeit eher für unsichere Beteiligungen, bei denen den Anlegern keine Sicherheit für das Geld in Aussicht gestellt werden kann. Diese geplanten und im Verkaufsprospekt dokumentierten Investitionen machen die Anlage auch zu einer transparenten Geschichte, bei der man als Anleger genau weiß, wo die investierten Gelder in dem Fonds eingesetzt werden. Die Anlage dieser investierten Gelder in vornehmlich Sachwerte wie Schiffe, Immobilien (Immobilienfonds), Flugzeuge oder auch Solaranlagen schützt einen zudem vor einer Geldentwertung durch die Inflation.

Steuervorteile für geschlossene Fonds nicht außer Acht lassen

Auch steuerlich haben geschlossene Fonds in Deutschland vorteilhafte Eigenschaften zu bieten, die weitere Vorteile gegenüber Aktien am Dax oder überhaupt an der Börse aufzeigen. Bei Beteiligungen in Form von Schiffsfonds gibt es beispielsweise die sogenannte Tonnagesteuer. Hierbei handelt es sich in Deutschland um eine Methode zur Gewinnermittlung bei Investmentfonds, bei der anders als bei Immobilienfonds hauptsächlich die Größe eines Schiffes und nicht der wirkliche Ertrag bei der Besteuerung berücksichtigt wird. Das führt dazu, dass bei solchen Beteiligungen an Schiffen oft nur ca. 3 Prozent des wirklichen Gewinnes in Deutschland versteuert werden müssen. Ausländische Beteiligungen, Immobilienfonds oder Investmentfonds dieser Art bieten häufig aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens für große Vorteile. Dieses besagt nämlich, dass Erträge dieser Fonds nur im Ausland und nicht noch einmal in Deutschland versteuert werden müssen. Niedrigere Steuersätze und oft auch höhere Freibeträge als in Deutschland führen somit zu einer weiteren großen Steuerersparnis solcher Fonds. Da solch geschlossene Fonds in Deutschland als Betriebsvermögen zählen, führen sie zu weiteren Vorteilen im Rahmen der Erbschafts- und Schenkungssteuer aufgrund der dort verankerten zusätzlichen Freibeträge. Wer beispielsweise seine Anteile an Immobilienfonds verschenken oder vererben will, kann weitere Vorteile dieser Fonds erwarten.

Wenn geschlossene Fonds Vorteile bieten, bleiben auch Risiken nicht aus

Gerade dann wenn große Renditen bei Beteiligungen oder Immobilienfonds in Aussicht gestellt werden, kann niemals von einer komplett risikofreien Anlage ausgegangen werden. Im Folgenden werden häufige Risiken und Verluste geschlossener Fonds aufgeführt. Sie machen geschlossene Fonds nicht zu einer negativen Geldanlage, sollten aber beachtet werden und erkannt werden, um sie und eventuell daraus resultierende Verluste der Fonds gerade auch schon bei der Wahl einer entsprechenden Beteiligungen zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Die Risiken beziehungsweise deren Wahrscheinlichkeit ist bei diesen Beteiligungen allerdings nicht zu vergleichen mit den Aktien an der Börse, ganz gleich ob es sich um Dax oder andere Werte handelt.

Eine Gefahr, die immer besteht, wenn Investitionen in solche Fonds getätigt werden, ist das sogenannte Totalverlustrisiko. Da es für geschlossene Fonds keine Absicherung durch einen Einlagensicherungsfonds gibt, können die Verluste den Anleger sehr viel Geld kosten. Sinkende Schiffe, einstürzende Immobilien oder doch auch ein vollkommen falsch eingeschätztes Potenzial des Investitionsobjekts können schnell die Verluste des in die Investmentfonds eingesetzten Kapitals bedeuten. Daneben besteht im Gegensatz zu offenen Fonds und den dort tätigen Fondsmanagern keine Nachweispflicht über die Fähigkeit, ein solches Management von Beteiligungen führen zu können, was auch immer eine gewisse Gefahr innerhalb der Fonds bedeuten kann.

Da man in Deutschland als Anleger in solche Fonds zum Mit-Unternehmer wird, besteht auch immer eine gewisse Haftung, sodass Verluste der Fonds mitgetragen werden müssen. Diese Haftungsrisiken beziehen sich in der Regel auf das investierte Kapital von Anlegern, da der Anleger als Kommanditist mit seiner vollen Einlage haftet. Teilweise gibt es aber auch Nachhaftungen und Nachschusspflichten, sodass sogar mehr als das in die Fonds angelegte Geld verloren gehen kann. Trotz der Haftung hat man in Deutschland als Anleger kaum bestehende Mitbestimmungsrechte bei solchen Fonds. Man fügt sich mit seiner Haftung so gesehen den Entscheidungen der Gesellschaft, auch wenn diese Verluste für geschlossene Fonds zur Folge haben.

Das Renditerisiko für geschlossene Fonds ist wie auch im Dax oder der gesamten Börse sicher auch niemals auszuschließen. Denn die vorher kalkulierten Erträge für geschlossene Fonds sind zwar nie aus der Luft gegriffen und weit sicherer als Erwartungen und Prognosen für im Dax geführte Aktienwerte, aber eben doch auch nie zu 100 % garantiert. Ein Faktor ist in diesem Zusammenhang auch das Währungsrisiko für geschlossene Fonds außerhalb von Deutschland, falls bei nicht auf Euro laufenden geschlossenen Fonds die Kurse sich zum Negativen entwickeln und die entsprechenden Ausschüttungen an Wert verlieren. Daneben gibt es auch das Fremdkapitalrisiko einer solchen Geldanlage. Neben dem Geld der Anleger bauen die Investitionen zu einem sehr großen Anteil auf die finanzielle Unterstützung aufgenommener Kredite. Bei diesen Finanzierungen kann es immer zum Anstieg der Kreditzinsen und somit zu höheren Kosten kommen. Diese führen dann automatisch wieder zu einem geringeren Ertrag, fehlendem Geld der Gesellschaft oder eventuell sogar zu einer Zahlungsunfähigkeit, die den Anlegern auf Dauer den Totalverlust vom investierten Geld beschert.

Auf diese Risiken der Geldanlage sollte man im Vorfeld blicken und sich anhand der Verkaufsprospekte für geschlossene Fonds und weiterer Informationen zu den Anleihen all die Kenntnisse einholen, die diese möglichst vermeiden können. Das ist gerade auch wegen der meistens sehr langen Laufzeit der Fonds wichtig, die viel Zeit für das Entstehen solcher Risiken bietet. Ein Problem bietet den Anlegern die lange Laufzeit auch, wenn es um einen Finanzbedarf geht, den man dann nicht aus dem angelegten Geld befriedigen kann. Geschlossene Fonds werden nicht wie Aktien im DAX beziehungsweise überhaupt nicht an der Börse gehandelt. Sofern es keinen Zweitmarkt für geschlossene Fonds und Anleihen dieser Art gibt, an dem man seine Anteile weiterverkaufen kann, ist man bis zum Laufzeitende an die Anlage gebunden.